Juri W. Lenzen

Malerei — Lyrik – Bildhauerei

Skulpturen

„Weltschiff der Hoffnung und Sehnsucht“

Höhe 53 cm

 

 

DRAMATISCHE KRAFT IN DER EINHEIT VON GESTALTUNGSWILLEN UND GEISTIGER KONZEPTION

 

Juri W. Lenzen hat das Grundmodell in Metallausführung für ein Kunstwerk geschaffen, das den Titel Weltschiff der Hoffnung und Sehnsucht trägt und als Kunst am Bau in vergrößerter Form angefertigt werden soll.

 

Die Thematik ist im Hinblick auf unsere Gegenwart — wir schreiben das Jahr 2007 — hochaktuell. Sie bezieht sich auf die Ereignisse unserer Tage und die daraus resultierende, brennend-tiefbewegende Frage: Wohin steuert unser Planet Erde? Das heißt, nass es im Grunde genommen um nichts anderes geht als um die Alternative ’Weltunsicherheit’ oder ‘Frieden und Sicherheit’.

 

Mit eindringlicher Gestaltungskraft wurden vom Künstler die in der Skulptur vorhandenen Symbole für Hoffnung und Sehnsucht derart zu einer kompakten Einheit gestaltet, dass sie über unsere Augen tief hinein in unser Bewusstsein dringen.

 

In dem Werk überträgt der Künstler Lenzen seine bedanken in ein sichtbares Gebilde. Um verständlich zu werden, findet er in Symbolen, wie sie seit der klassischen Antike in unserem Bewusstsein,  vielleicht auch in unserem Unterbewusstsein, vorhanden sind, einprägsame und gut zu verstehende Zeichen.

 

Da jeder Betrachter — im übertragenen Sinn — gewissermaßen selbst im Weltschiff der Hoffnung und Sehnsucht sitzt, sollte für ihn dieses Kunstwerk kein rein intellektuelles, nüchternes Gebilde sein, sondern er ist aufgerufen, die in den Symbolen (und ihrer Stellung zueinander) ausgedrückten Bedeutungswerte. nachzuvollziehen und darüber hinaus u.U. assoziativ zu weiteren, erweiternden Erkenntnissen vorzustoßen. Die von dem Werk ausgehende spürbare dramatische Kraft wird ihm dabei helfen. Sie wird ihn beflügeln  apriorisch neben der gesamten Symbolik natürlich — die in der Skulptur verinnerlichte Botschaft zu deuten und richtig zu verstehen. Diese Botschaft will sagen, in einer unwägbaren, zerrissenen Welt den Glauben an eine friedvolle Zukunft niemals aus den Augen zu verlieren.

 

(eine ausführliche Beschreibung der Skulptur von E. A. Metzler kann angefordert werden)

 

Möglichkeiten von Aufstellplätzen: Öffentlichen Parks‚ Krankenhaus-Hallen, Plätzen in Dörfern und Städten, Kunst und Kulturhallen, vor Rathäusern, Banken, Versicherungen, Hotels etc., Theatern, Wandelgängen in Kurorten.

„Perspektive“

Höhe ca. 65 cm

 

BESCHREIBUNG

 

Dieses Werk wurde in seiner jetzigen Fassung definitiv vollendet in der ersten September-Woche 2001, also wenige Tage vor dem schrecklichen Ereignis in den USA.

Es symbolisiert, dass sich auf der Erde gewaltige Umwälzungen und Veränderungen ankündigen, die ihre Schatten vorauswerfen.

Die Skulptur aus Eisen weißt eine Säule auf, eine gewaltige Stabile, die jedoch einen Knick erfahren hat. Die neue Richtung, die durch diesen Knick heraufbeschworen wird, beinhaltet eine instabile Situation. Diese Instabile muss gestützt werden. um nicht vollends zusammenzubrechen. An der Skulptur ist diese Stütze angebracht in Form einer schräggestellten Abstützung.

Diese relativ neue, verhängnisvolle Richtung, die eine gewisse Ratlosigkeit mit sich gebracht hat, wird verkörpert durch ein kantiges, trotziges, aber auch angsterfülltes menschliches Antlitz. Die Personifizierung der instabilen Säule – mühsam gestützt – mittels des Kopfes, wird noch verstärkt durch die ratlos geöffneten Arme bzw. Hände.

Vor der zunächst senkrecht aufsteigenden Stabilen befindet sich eine weitere, sehr kurze Säule, die die Symbole Sonne, Mond und Stern „beherbergt“. Diese Gestirne sind herabgefallen, was zu erkennen ist an der Art „Schürze“, die sich über der kurzen Säule befindet.

Die herabgestürzten Gestirne bedeuten im metaphysischen Sinne: Die „Sonne gibt ihr Licht nicht mehr, der Mond ist verhüllt und die Steren sind vom Himmel gefallen“.

Im auf unsere Gesellschaft übertragenen Sinn heißt das, dass die Sonnen und Sterne der Menschheit, also die ehemals leuchtenden Vorbilder und zuverlässigen Hoffnungsträger, „verschwunden“ sind,  dass der Mond als Symbol des Gebers für gerechte Gesetzte und Ordnung seine Kraft verloren hat.

Nun sind aber sonne, Mond und Sterne nicht „ausgelöscht“ für immer! Die niedrig gehaltene Senkrechte „beherbergt“ diese Gestirne, sie befinden sich quasi in einem Schlaf oder in „Gefangenschaft“. Der Tag kommt, wo diese niedrige Säule in die Höhe wachsen wird und mit ihr die Gestirne! (sie werden wieder am Himmel erscheinen) Das soll heißen, Bedrängnis und Ratlosigkeit werden beendet sein und Sonne, Mond und Stern wieder hell glänzen und die Angst der Völker wird sich in echten Frieden und Sicherheit wandeln.

Diese Skulptur zeigt demnach den ungeschminkten, nüchternen IST-Zustand der Menschheit auf, weist aber weit hinein in eine wiederhergestellte, glückliche Zukunft.